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Investmentfonds - wie funktionierts?

Investmentfonds zeichnen sich gegenüber anderen Anlageformen durch verschiedene Vorteile aus. So sind sie im Gegensatz zu einzelnen Aktienkäufen wesentlich risikoärmer. Das liegt daran, dass sich bei einem Fonds Anleger anonym zusammentun, um Aktien von verschiedenen Unternehmen zu erwerben oder in thematisch begrenzte Bereiche zu investieren. Sie werden von einem Fondsverwalter geleitet, der entsprechend ausgebildet ist als und somit das Risiko streuen und den Gewinn maximieren kann. Fonds sind in der Regel auf einen bestimmten Bereich beschränkt. So gibt es beispielsweise Immobilien-, Aktien und Rentenfonds. Doch auch eine thematische Begrenzung, beispielsweise auf grüne und nachhaltige Bereiche ist möglich. Fonds sind in den meisten Fällen flexibler als Festgeld und ermöglichen oft höhere Gewinne. Diese Flexibilität ist jedoch nur gewährleistet, wenn es sich um so genannte offene Fonds handelt und es somit möglich ist, Anteile jederzeit frei zu verkaufen oder zu kaufen.

Beachtet werden sollte bei der Wahl der Investitionsidee immer auch die Möglichkeit einer alternativen Direktinvestitionm wie zb. im Fall von Investitionen in Schiffe oder Container. Containerfonds funktionieren meist so, dass ein Fond für seine Anleger grössere Anzahl an Containern erwirbt und durch Mieteinnahmen Gewinne erwirtschaftet. In den meisten Fällen werden die Container nach Ende der Fondslaufzeit verkauft und der Erlös aufgeteilt. Containerfonds sind in der Regel geschlossen und aufgrund der Möglichkeit einer niedrigen Auslastung nicht völlig risikoarm, bieten jedoch auch die Chance auf hohe Gewinne. Alternativ hierzu sind auch so genannte Container Direktinvestitionen möglich, bei denen man als Anleger selbst der rechtliche und wirtschaftliche Eigentümer der Container wird. Anbieter wie Solvium Capital vermitteln hierbei direkt zwischen Anlegern und Reedereien und garantieren oft Mieteinnahmen über vordefinierten Zeiträume.

Da das Auflegen und Verwalten von Fonds gesetzlich recht streng reglementiert ist, ist diese Anlageform für risikobewusste Anleger recht gut geeignet. Wenn keine selbstverantwortliche Beschäftigung mit den eigenen Investitionen gewünscht ist, zeigen sie ihre Stärken, da professionelle Fondsverwalter diese Aufgabe übernehmen und reglementierend eingreifen wenn Teile des Fonds nicht den Erwartungen entsprechen, und das Portfolio überarbeiten. Das sorgt dafür dass Investmentfonds inzwischen ihren Platz in beinahe jeder Anlagestrategie finden.

Begrüssenswert ist zudem eine immer deutlicher werdende Tendenz in Richtung Transparenz und Nachhaltigkeit - auch bei den Marktteilnehmern selbst. So legte der etwa deutsche Immobilienfonds-Anbieter Fairvesta im Herbst 2013 seine Business-Daten freiwillig und über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus vor unabhängigen Gutachtern als Qualitätsnachweis offen. Zusätzlich drehen selbst liberale Gesetzgeber vermehrt an den Stellschrauben - beispielweise führten Australien und Großbritannien kürzlich Provisionsverbote für Anlageberater ein, um mögliche Interessenkonflikte einzuschränken. 

Bleibt noch die Frage, in welchem Land Fondsanleger als Investoren und Steuerzahler weltweit gegenwärtig am die meisten Vorteile einstreichen. Laut dem jährlichen Global Fund Investor Experience Report des britischen Consulters Morning Star, der in 24 Ländern unter anderem Kriterien wie Transparenz, Nachhaltigkeit Gebühren, Besteuerungsniveau etc vergleicht - sind dies nach wie vor die USA, gefolgt von Südkorea. Gleichauf im Mittelfeld liegen die Schweiz und Deutschland, abgeschlagen am Ende Südafrika.